Ultra HD ist im Moment vor allem für Hersteller von Fernsehgeräten relevant, die ihre Modelle mit den 3.840 × 2.160 Pixeln an den Mann bringen wollen. Problematisch ist es allerdings bislang mit den Angeboten an 4K Inhalten, die momentan sehr rar gesät sind. Netflix startete jüngst eine Offensive Richtung 4K Streaming und auch YouTube bereitet sich auf den zukünftigen 4K Content Ansturm vor. Wie es aussieht, müssen sich alle UHD Fans noch eine ganze Weile gedulden und sich über jedes Häppchen freuen, dass ihnen an entsprechendem Content präsentiert wird. Laut Satellitenbetreiber SES wird es nämlich erst 2016 einen Markt für 4K Sender geben.

UHD Auflösung vor allem für Pay TV Sender interessant

Romain Bausch, der CEO bei SES, erklärte im Rahmen der Vorstellung der Jahreszahlen für das Geschäftsjahr 2013, dass das Unternehmen der Ansicht sei, 4K Auflösung werde frühestens zu den Olympischen Spielen in Rio und der Fußball-Europameisterschaft im Frankreich eine Rolle für Satellitenbetreiber spielen. Vor allem für Anbieter von Pay TV wird die Ultra HD Auflösung relevant. Allen voran strebt  Sky Deutschland nach der Entwicklung eines entsprechenden Übertragungsstandards und hat bereits im vorigen Jahr bei der IFA zusammen mit SES erste Testausstrahlungen durchgeführt. Bei Sky geht man von einem eigenen 4K Sender nicht vor 2015 aus.

Wie sich der Markt für 4K Sender entwickeln wird, kann nur die Zukunft zeigen, doch existieren in der Theorie bereits einige Modelle, die der Vermarktung solcher Sender dienen. Zum Beispiel könnte der Kunde für UHD Inhalte einzelner Kanäle zusätzlich zahlen, während Content mit niedrigerer Auflösung frei empfangbar bleibt. Auch Wilfried Urner, Geschäftsführer von HD Plus, könnte sich ein solches Modell vorstellen, wie er auf einer Pressekonferenz im Februar mitteilte. Demnach könnte die HD Plus Plattform in Zukunft ebenfalls 4K-Ableger bestimmter Kanäle beherbergen.

[via digitalfernsehen.de]